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Sportwagen einwintern: Sechs Fehler, die einem stehenden Auto schaden

Vier Monate Standzeit kosten manchmal mehr als eine Saison auf der Rennstrecke. Was im Stand wirklich altert — und was nur Legende ist.

Ein Auto, das nicht fährt, verschleißt nicht. Das stimmt nicht — und es ist wahrscheinlich der Irrtum, der Sportwagenbesitzer zwischen November und März am meisten kostet.

Hier steht, was im Stand tatsächlich altert, geordnet nach dem, was die Reparatur kostet.

1. Standplatten auf den Semi-Slicks

Ein Reifen mit weicher Mischung, der vier Monate unbewegt auf kaltem Boden steht, verformt sich an der Aufstandsfläche. Semi-Slicks wie AR-1, R888R oder Cup 2 sind dafür deutlich anfälliger als Straßenreifen, weil ihre Mischung dafür gemacht ist, sich warm zu verformen.

Eine leichte Standplatte verschwindet nach ein paar Kilometern. Eine eingefahrene geht nie wieder weg und fühlt sich an wie eine Unwucht, die kein Auswuchten beseitigt.

Was hilft: für den Winter auf 3,0 bar aufpumpen und das Auto einmal im Monat um eine Vierteldrehung der Räder bewegen. Was besser hilft: das Auto auf Unterstellböcke setzen, die Räder in der Luft.

2. Die Bremsflüssigkeit zieht weiter Wasser

Der am wenigsten intuitive Punkt. Bremsflüssigkeit ist hygroskopisch: Sie nimmt Feuchtigkeit aus der Luft auf, durch Schläuche und Ausgleichsbehälter, ob das Auto fährt oder nicht — 2 bis 3 % pro Jahr.

Eine im September gewechselte Flüssigkeit hat im April, bei einem Auto, das den ganzen Winter stand, einen Teil ihrer Reserve verloren. Niedrigerer Nasssiedepunkt, und das ab dem ersten Turn der neuen Saison — genau dem, in dem man die Strecke neu kennenlernt und schlecht bremst.

Die Einzelheiten stehen im Ratgeber zur Bremsflüssigkeit.

3. Die Batterie, und was sie mitnimmt

Eine tiefentladene Batterie verliert dauerhaft Kapazität. Bei einem modernen Auto leert der Ruhestrom der Steuergeräte eine Batterie in fünf bis acht Wochen.

Ein Erhaltungsladegerät — kein einfaches Ladegerät, sondern eines, das regelt — kostet weniger als eine neue Batterie und erspart nebenbei verlorene Motor-Lernwerte und Radiocodes.

4. Feuchtigkeit, im Auto wie in den Flüssigkeiten

In einer unbeheizten Garage kondensiert Wasser auf kalten Flächen: Bremsscheiben, Chrom, das Innere der Abgasanlage. Die Scheiben setzen in wenigen Tagen Flugrost an — der verschwindet bei der ersten Bremsung, harmlos —, die Korrosion an Scheibentopf und Sätteln dagegen setzt sich fest.

Altöl enthält Säuren aus der Verbrennung. Vier Monate im Motor greifen sie die Lager an. Machen Sie den Ölwechsel vor dem Einwintern, nicht danach: das Gegenteil dessen, was die meisten tun.

5. Der Kraftstoff, aber anders als gedacht

Benzin altert in drei bis sechs Monaten, vor allem mit Ethanol wie in Super E10. Das eigentliche Risiko ist aber nicht „schlechtes Benzin“: Es ist das Kondenswasser in einem halbvollen Tank, das Wasser ins System bringt.

Also volltanken: weniger Luft, weniger Kondensat. Ein Kraftstoffstabilisator lohnt sich ab sechs Monaten Standzeit.

6. Die angezogene Handbremse

Bei einem Auto, das monatelang mit angezogener Handbremse steht, können die Beläge an der Scheibe festkorrodieren — vor allem, wenn es mit noch feuchten Scheiben abgestellt wurde. Beim Losfahren reißt der Belag.

Gang einlegen, Unterlegkeile unter die Räder. Nie die Handbremse.

Mit Saisonkennzeichen

Außerhalb des Zeitraums darf das Fahrzeug weder gefahren noch im öffentlichen Verkehrsraum abgestellt werden: Es braucht einen Stellplatz auf privatem Grund. Der Versicherungsschutz läuft in dieser Zeit als Ruheversicherung weiter, in dem Umfang, den Ihr Vertrag festlegt — ein Blick hinein lohnt sich vor dem Winter, nicht nach dem Schaden.

Fällt die Hauptuntersuchung in die Ruhezeit, wird sie im ersten Monat der neuen Saison fällig. Planen Sie den Termin gleich mit dem Frühjahrscheck ein.

Was Legende ist

„Man muss den Motor einmal im Monat laufen lassen.“ Im Stand erreicht der Motor nie Betriebstemperatur. Es bildet sich Kondenswasser in Auspuff und Kurbelgehäuse, das nie verdampft: schlimmer als gar nichts zu tun. Entweder fährt man zwanzig Minuten, bis alles warm ist — mit Saisonkennzeichen außerhalb des Zeitraums ohnehin nicht erlaubt —, oder man startet gar nicht.

„Eine Plane schützt.“ Eine nicht atmungsaktive Plane schließt die Feuchtigkeit am Lack ein. Drinnen eine Baumwollabdeckung; draußen eine atmungsaktive Plane oder gar keine.

Der Saisonstart im Frühjahr

Vor der ersten Ausfahrt: Reifendruck und Standplatten, Füllstand und Farbe der Bremsflüssigkeit, Batteriespannung, Spiel und Undichtigkeiten an den Sätteln, Datum des letzten Bremsflüssigkeitswechsels. Dann eine erste Runde ohne Blick auf die Uhr — die Reifen und Sie sind beide aus der Übung.


StemmaPass kümmert sich darum. Die Winterpause wird von selbst erkannt, sobald das Auto nicht mehr fährt: StemmaPass erinnert daran, was im Stand altert statt nach Kilometern, und erstellt im Frühjahr eine Checkliste für den Saisonstart — die Ihres Autos, mit dem tatsächlichen Datum des letzten Bremsflüssigkeitswechsels und dem Zustand Ihrer Verschleißteile, keine allgemeine Liste.

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